Die kurze Antwort: Für Immobilienmakler lohnen sich zwei Arten von Video: Objektvideos, die einzelne Immobilien verkaufen, und Personal Brand Content, der den Makler selbst als Marke aufbaut. Das Objektvideo verkauft ein Haus. Der Makler Content verkauft alle künftigen Häuser, weil Eigentümer den Makler beauftragen, den sie schon von Instagram kennen. Die meisten Makler investieren nur in Ersteres. Der langfristige Hebel liegt im Zweiten.
Was bringt ein Objektvideo gegenüber Fotos?
Ein Video beantwortet die Frage, die Fotos nicht beantworten können: Wie fühlt sich die Immobilie an, wenn man durchgeht? Raumfolge, Lichtstimmung und Proportionen zeigt eine geführte Kamerafahrt in 60 bis 90 Sekunden. Der Effekt sind qualifiziertere Anfragen. Wer nach dem Video einen Besichtigungstermin will, hat das Objekt schon betreten. Und beim Verkäufer wirkt das Video doppelt: Ein Makler, der professionelle Videos produziert, gewinnt leichter den nächsten Alleinauftrag.
Wann lohnen sich Drohnenaufnahmen und was ist erlaubt?
Drohnenaufnahmen lohnen sich bei allem, was von Lage und Grundstück lebt: Häuser mit Garten, Mehrfamilienhäuser, Gewerbeobjekte und Grundstücke. Eine Aufnahme, die Lage, Nachbarschaft und Anbindung in fünf Sekunden zeigt, ersetzt mehrere Absätze Exposé Text.
Rechtlich gilt in Deutschland: Drohnenpiloten brauchen je nach Drohne einen EU Kompetenznachweis. Es gelten Regeln für Wohngrundstücke, Flugverbotszonen und den Datenschutz. Nachbarn und Passanten dürfen nicht identifizierbar gefilmt werden. Wer eine Agentur beauftragt, sollte fragen, ob Kompetenznachweis und Drohnenhaftpflicht vorliegen.
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die geltenden europäischen und deutschen Regeln für Drohnenflüge sowie der Datenschutz.
Warum ist der Makler selbst das stärkere Video Thema als seine Objekte?
Weil Objekt Content mit dem Verkauf verschwindet, Personal Brand Content aber bleibt. Ein Makler, der regelmäßig kurze Videos macht, baut sich ein Publikum aus genau den Menschen auf, die in den nächsten Jahren verkaufen oder kaufen. Wenn es so weit ist, rufen sie nicht den Makler aus dem Portal an, sondern den, dem sie seit einem Jahr folgen. In einem Geschäft, das vom Alleinauftrag lebt, ist das der direkteste Weg an der Konkurrenz vorbei.
Welche Video Formate funktionieren für Makler auf Social Media?
Markt Updates: „Was ist mein Haus in dieser Stadt 2026 wert?" beantwortet die meistgestellte Frage vieler Eigentümer.
Objekt Rundgänge als Reel: kurz, vertikal und mit Untertiteln. Auch als Teaser für das ausführliche Video im Exposé.
Frage Antwort Formate: Bieterverfahren, Energieausweis oder Käuferprovision. Jede Antwort ergibt ein eigenes Video.
Einblicke in die Arbeit: Besichtigungstage und Übergaben, mit Einwilligung der Beteiligten. Das baut Nähe auf.
Selbst filmen oder produzieren lassen?
Für Instagram Stories und schnelle Updates: selbst, mit dem Handy. Nähe schlägt Perfektion. Für Objektvideos ab einer gewissen Preisklasse und für Drohnenaufnahmen: produzieren lassen. Ein verwackeltes Video eines hochwertigen Hauses beschädigt genau das Qualitätsversprechen, mit dem der Alleinauftrag gewonnen wurde. Die wirtschaftliche Mischung für viele Makler: Alltag selbst, Aushängeschilder professionell.
Mehr zur Agenturwahl findet ihr im Artikel Social Media Agentur in Augsburg: Worauf ihr achten solltet.
FAQ zum Artikel
Wie lang sollte ein Immobilienvideo sein?
Als Reel oder Teaser: 30 bis 60 Sekunden. Als vollständiger Rundgang im Exposé: 90 Sekunden bis 3 Minuten. Das Video soll zur Besichtigung führen, nicht sie ersetzen.
Darf ich eine bewohnte Immobilie filmen?
Nur mit Einverständnis der Bewohner. Persönliche Gegenstände wie Fotos, Dokumente und Wertsachen sollten aus dem Bild. Bei Mietobjekten sollte das Einverständnis schriftlich eingeholt werden.
Produziert Yoovo Immobilienvideos?
Ja. Yoovo produziert Objektvideos und Drohnenaufnahmen und übernimmt die Social Media Betreuung für Makler im Raum Augsburg und München sowie nach Absprache darüber hinaus.
